Hunde als Blutspender

 

Hundegesundheit 2

Blutspenden werden nicht nur für Menschen regelmäßig benötigt, um Leben zu retten. Auch Hunde benötigen nach Unfällen, Operationen oder als therapeutische Maßnahmen häufig Bluttransfusionen. Das Blut nur eine begrenzte Zeit haltbar ist, besteht ein kontinuierlicher Bedarf an Blutspenden.

Wer kann Blut spenden?
Im Prinzip kann jeder gesunde Hund im Alter zwischen ca. 1 bis 9 Jahren, der mehr als 20kg wiegt, Blut spenden. Dazu sollte er ruhig und freundlich sein und keine Angst vor Tierärzten haben, damit die Blutspende nicht in Stress ausartet. Regelmäßige Impfungen und Behandlungen gegen Parasiten sind eine weitere Voraussetzung. Außerdem dürfen Sie zum Zeitpunkt der Spende keine Medikamente einnehmen und selbst nie eine Blutspende erhalten haben. Nicht ganz einig sind sich die Spezialisten, ob der Hund zuvor trächtig gewesen sein darf. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird eine Eignungsuntersuchung durchgeführt. Bei dieser wird der Hund gewogen, abgetastet, Fieber gemessen, Stuhl und Urin untersucht und Blut abgenommen, welches auf Krankheiten und die Blutgruppe hin untersucht wird. Dieser Komplettcheck wird einmal jährlich wiederholt und ist für Sie in der Regel natürlich kostenlos.

Wie läuft die Blutspende ab?
Zuerst wird vor jeder Blutspende getestet, ob der Hund genügend rote Blutkörperchen hat. Anschließend wird eine Stelle am Hals des Hundes geschoren. Aus der dicken Vene am Hals werden wahlweise im Sitzen oder in Seitenlage ca. 300-500ml Blut entnommen. Die Menge hängt von dem Gewicht des Hundes ab. Dies sieht zuerst nach viel Blut aus. Dieses wird aber genau wie beim Menschen, schnell neu gebildet. Der Vorgang dauert ca. 30 Minuten. Nach der Blutspende sollte der Hund noch einige Minuten liegen bleiben. Anschließend werden dem Hund Wasser und Futter angeboten und die nächsten 24 Stunden sollte er sich nicht zu sehr anstrengen.

Nebenwirkungen und Nachteile / Vorteile
Gesunde Hunde können gefahrlos 3-4 mal im Jahr Blut spenden. Gefahren bestehen kaum. Eine Übertragung von Infektionskrankheiten beim Spenden ist ausgeschlossen, da sterile Einmalsysteme benutzt werden. Wie beim Menschen auch, kann sich der Hunde in den nächsten Stunden ein wenig schlapp fühlen. Nach spätestens einem Tag ist er aber wieder ganz der Alte. Jeder muss für sich entscheiden, wie sinnvoll er die Spende erachtet. Wenn Ihr Hund aber eine Transfusion braucht, sind Sie froh, wenn ein anderes Tier Blut gespendet hat. Außerdem erhalten Sie umfangreiche regelmäßige Untersuchungen kostenlos und als Dankeschön gibt es nach der Spende meist noch einen Sack Futter oder einen kleinen Geldbetrag.

Wofür wird das Blut verwendet?
Das Ziel der Transfusionstherapie ist die Behandlung von Anämien, hämostatischen Dysfunktionen, Hypovolämie, Hypoproteinämie, Neutropenie oder einer Kombination dieser Zustände. Hunde mit akuten Blutungen bekommen meist Transfusionen wenn sie mehr als 30% Ihres Blutes verloren haben, anhaltende Blutungen haben, auf die Therapie nicht ansprechen, sie unter blassen Schleimhäute, verlängerter Schleimhautrückfüllungszeit, erhöhter Herz- oder Atemfrequenz, niedrigem Blutdruck oder Kreislaufkollaps leiden.

Wie kann mein Hund Blutspender werden?
Wenn Sie Interesse daran haben, dass Ihr Hund Blutspender wird, erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt oder in einer nahegelegenen Klinik. Einige Kliniken bauen keinen Bestand auf, sondern führen die Untersuchungen durch und rufen Sie dann im Falle eines Notfalls an. Dann müssen Sie darauf vorbereitet sein, dass Sie ggfs. auch nachts, an Feiertagen und Wochenenden oder während der Arbeitszeit anrufen und Sie dann so schnell wie möglich da sein sollten.

© PfotenNews

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