Einblick zum Thema B.A.R.F.

Thema-B.A.R.F.

Barfen bedeutet Biologisch Artgerechte Roh Fütterung des Hundes. Natürlich können wir in diesem Artikel keine ganzen Ernährungspläne erklären, aber gerne möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Materie geben. Fast jeder Hund kann gebarft werden und es ist auch nicht so schwer, wie viele Hundebesitzer es sich vorstellen. Eine einzelne Mahlzeit muss nicht zu 100% ausgewogen sein. Wichtig ist es, dass der Hund auf den Monat gesehen ausgewogen ernährt wird. Gefüttert wird rohes Fleisch, Knochen, Gemüse, Obst, Öl, gegebenenfalls Getreide, Molkereiprodukte…

Zu dem Thema Getreide ist es wichtig zu wissen, dass ein Hund kein Getreide braucht. In fast jedem Fertigfutter wird es verwendet und auch in vielen Flocken zur Fleischfütterung. Wir empfehlen, das Futter ohne Getreide zu mischen, denn viele Hunde reagieren allergisch.

Zur Fütterungsmenge kann man schwer eine Angabe machen. Als Faustregel sagt man 2%-3% des Körpergewichtes pro Tag. Dies variiert aber stark und hängt ab von der Bewegung, dem Alter…

Bei einem normal aktiven Hund im mittleren Alter setzt sich eine Portion aus 70% Fleisch und 30% Gemüse und Obst zusammen. Das Gemüse und Obst muss leider püriert werden. Ein Hund kann die Zellwände von Gemüse und Obst nicht spalten. In der Natur frisst ein Hund vorverdautes Gemüse (Mageninhalt der Beutetiere). Mit dem pürieren erreichen wir diesen Effekt. Viele Hersteller bieten auch schon Gemüseflocken an.

Circa 15% von der Fleischration sollten Knochen und Knorpel sein. Dies ist wichtig, damit das Calcium-Phosphor-Verhältnis stimmt. Ein angenehmer Nebeneffekt beim Füttern der Knochen ist auch die Zahnreinigung. Öle sind für den Hund auch sehr wichtig. Besonders gut sind Leinsamen, Oliven, Distel oder Fischöl. Omega3- und Omega6- Fettsäuren sind unter anderem gut für die Haut und das Fell und sind in den Ölen enthalten.

Auch Molkereiprodukte wie Hüttenkäse, Joghurt… können mit in das Futter gemischt werden. Ebenso mal ein Ei und die dazu gehörende Eierschale. Natürlich kann man noch das ein oder andere Ergänzungsfuttermittel verwenden. Dies sollte dann aber auch auf den Hund abgestimmt werden.

Dies sind alles nur grobe Richtwerte. Arbeitshunde, Welpen, Senioren, übergewichtige Hunde… werden etwas anders ernährt. In den ersten zwei Wochen nehmen viele Hunde ab, dies reguliert sich aber meist danach wieder.

Auch die Haufen werden meist kleiner, da weniger nicht verwertbare Stoffe in den Hund gelangen. Wundern Sie Sich auch bitte nicht, wenn der Hund auf einmal weniger trinkt, auch das ist normal. In den einzelnen Inhaltsstoffen ist ja auch Flüssigkeit enthalten. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Bericht neue Informationen gebracht haben. Es ist wirklich nicht schwer den Hund „roh“ und ausgewogen zu ernähren.

Wir hören immer wieder: „Das hab ich mir aber komplizierter“ vorgestellt.

© PfotenNews

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