Dogdance

Dogdance 2

Dogdance ist eine in Deutschland noch relativ unpopuläre Hundesportart, bei der Hund und Mensch zusammen rhythmische Bewegungen zu Musik ausführen. Die Sportart ist eine Mischung aus menschlichen Tanzbewegungen, Lektionen aus dem Pferdesport und absolutem Gehorsam des Hundes. Wichtig für eine gelungene Performance ist vor allem das Zusammenspiel zwischen den Tanzpartnern. Der Hund muss auf kleinste Signale, Bewegungen und Kommandos reagieren. Dafür ist ein hoher Grundgehorsam und ständige Aufmerksamkeit notwendig. Elemente dieses Sports sind z.B. Slalom, Drehungen, Wendungen und Sprünge, die zusammen oder mit einigem Abstand voneinander ausgeführt werden. Im Prinzip ist alles erlaubt, was Spaß macht. Typische Übungen sind z.B. Hüpfen, Verbeugen, Bringen, Kuckuck, Winken, Nest, Rolle, Schäm dich, Kriechen, Sprünge, Männchen, Peng oder Pfötchen geben. Der Dogdance kann auch mit 2 Hunden gleichzeitig, mit 2 Hundeführern und 2 Hunden im Quartett oder als Gruppe ausgeübt werden.

Wer ist für Dogdance geeignet?
Jeder Mensch, der Freude an der Zusammenarbeit mit seinem Hund, ein wenig Taktgefühl und genug Kreativität für die Erstellung einer Chorographie hat, ist für Dogdancing geeignet. Im Prinzip ist auch jeder Hund für diesen Sport geeignet. Bei alten oder jungen Hunden können einige Übungen, wir z.B. Sprünge, einfach weggelassen werden können. Wichtig ist eine gewisse Lernbereitschaft, Aufmerksamkeit und Motivation. Dies kann mit so gut wie jedem Hund mit dem richtigen Pensum an Training erreicht werden. Manche Hunde möchten möglichst viel beschäftigt werden, andere verlieren nach einiger Zeit bereit die Lust und die Fähigkeit zur Aufnahme. Wichtig ist vor allem die Harmonie und Spaß an der Sache.

Dogdance Turniere
Es gibt einige verschiedene Dogdance Verbände mit unterschiedlichem Regelwerk. In Europa ist der Dogdance International e.V. der am weitesten verbreitete Verband für die Ausführung von Turnieren. An diesen Turnieren darf jeder teilnehmen unabhängig von einer Vereins- oder Verbandszugehörigkeit. Auch Alter, Rasse oder evtl. Behinderungen spielen keine Rolle. Obwohl zusammen präsentiert wird, liegt der Fokus auf dem Können des Hundes und auf der harmonischen Zusammenarbeit. Unterschieden wird zwischen den Funklassen und den offiziellen Klassen. An Funklassen darf jeder Hund ab einem Alter von 6 Monaten teilnehmen. Es erfolgt keine Bewertung nach Punkten und kein Vergleich zwischen den Paaren. Es gibt lediglich ein mündliches und schriftliches Feedback der Richter. Für die Teilnahme an offiziellen Klassen muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem, in dem es für verschiedene Bereiche eine Anzahl an Punkten gibt. Darauf ergibt sich eine artistische Note für Zusammenarbeit, Dynamik, Konzept und Choreographie und eine technische Note für Fluss, Ausführung, Inhalt und Schwierigkeitsgrad. Für Regelverstöße wie übermäßige Lautäußerungen des Hundes, Manipulation, unfaires Verhalten, Nichtbeachtung der Tiergesundheit, Nutzung von Hilfsmitteln oder Zeitüberschreitung gibt es Punktabzug.

Wenn Sie sich für Dogdance interessieren, wenden Sie sich an Hundeschulen in Ihrer Nähe oder erkundigen sich nach Trainern. Spielerische Anfänge kann auch jeder Hundebesitzer zu Hause alle erlernen. Viele Anleitungen finden sich auch im Internet.

© PfotenNews

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