Einmaleins der Reise

Hund Reisen 2

Socken für zwei Wochen, Unterwäsche – sind die Shirts warm genug? – Hosen…plötzlich blicken zwei braune Knopfaugen über den Kofferrand. Herrje, der Hund! Der soll ja auch mitreisen, aber was muss er mitnehmen? Dieser Schreck am Vorabend der Abreise kann leicht vermieden werden, wenn Herrchen und Frauchen rechtzeitig vor Reiseantritt ein paar Dinge für den lieben Vierbeiner planen und organisieren.

Hundegesundheit im Urlaubsland
„Eigentlich ist er doch gesund“ – mit dieser Aussage sollte vor allem auf Reisen nicht leichtfertig umgegangen werden. Glasscherben liegen überall und schnell ist die Pfote verletzt oder die Hitze im Urlaubsland setzt dem Hund mächtig zu. Auf der sicheren Seite sind Hundehalter, wenn sie schon vor Reiseantritt Adresse und Telefonnummer des Tierarztes am Urlaubsort notieren. Hilfreich können bei einer Auslandsreise auch ein paar medizinische Vokabeln in der Landessprache sein, die Herrchen beispielsweise im Impfausweis aufbewahrt. Apropos Impfen: Gerade vor Auslandsreisen ist es wichtig, dass ein Tierarzt rechtzeitig den Impfstatus des mitreisenden Hundes kontrolliert.

Ist er ausreichend für die jeweiligen Landesbestimmungen?
Ist er das nicht, kann die Reise schlimmstenfalls bereits an der Landesgrenze zu Ende sein.

Schnell zur Hand: die Reiseapotheke
Bereits auf der Reise, aber natürlich auch am Urlaubsort können Hunde sich verletzen oder krank werden. Bei kleineren Beschwerden muss Bello nicht beim Tierarzt vorstellig werden, wenn Herrchen und Frauchen an eine tierische Reiseapotheke gedacht haben. Sie sollte in jedem Fall eine Zeckenzange enthalten – die unangenehmen Parasiten gibt es leider fast überall –, Jod zur Wunddesinfektion sowie eine Wund- und Heilsalbe. Bei Schnittwunden ist es mit Desinfektion allein nicht getan, die Wunde muss verbunden werden. Dazu sollten Verbandmaterial, elastische Binden und Mullkompressen sowie eine stumpfe Schere zum Schneiden der Verbände in der Reiseapotheke zu finden sein. Wichtig ist auch Watte zur Polsterung des Verbandes. Bei einer Pfotenverletzung müssen beispielsweise die Zehen durch Watte voneinander getrennt werden, um Schwitzen und Scheuern zu vermeiden. Eine ausführliche Liste über den Inhalt eines Hundeverbandkastens stellen Tierärzte auf Anfrage gern zusammen.

Autofahrt mit Hund
Reisen mit Hund: Dazu gehört in den meisten Fällen eine längere Autofahrt. Zu einem reisefähigen Auto gehört in diesem Fall neben Reifendruck und Co. auch eine sichere Transportmöglichkeit für den Hund. Würde er frei im Innenraum herumspringen, könnte das viele Gefahren provozieren wie Ablenkung des Fahrers oder schwere Verletzungen von Mensch und Hund bei einem Unfall. Sicher fährt er im Kofferraum, abgetrennt durch ein festsitzendes Hundegitter. Da auf eine Reise naturgemäß viel Gepäck mit muss, ist eine Hundebox aber die praktischere Lösung: Das Gepäck kann so optimal um die Box herum gestapelt werden. Am besten eignet sich hier eine fest installierte Hundebox, eine mobile ist die preisgünstigere, aber weniger sichere Alternative. Eine Hundebox sollte in jedem Fall so groß sein, dass der Hund sich darin drehen kann. Damit der Hund sich nicht verkühlt und bequem reisen kann, sollte Herrchen für eine weiche Hundedecke sorgen.

Rasten mit Hund
Eine lange Autofahrt kommt nicht ohne Pausen aus. An Raststätten gibt es für Hunde dabei wichtige Regeln. Dass der Hund auch einmal das Beinchen heben und sich die Beine vertreten muss, ist ganz klar. Dabei ist das Wichtigste, dass er das Auto auf keinen Fall unangeleint verlässt: Auch wenn er sonst ein Freiläufer ist, so nah an der Autobahn ist eine Leine Pflicht! Das Geschirr oder Halsband sollte so eng sitzen, dass der Hund nicht einfach herausschlüpfen kann. So kann ein Geschäft auch an der Raststätte sicher erledigt werden – dass es im Anschluss mit einem Gassibeutel entsorgt wird, versteht sich von selbst. Wenn Frauchen ihrem Vierbeiner vor der Weiterfahrt noch frisches Wasser anbietet, können alle zufrieden die Reise fortsetzen. Auf Füttern unterwegs sollte allerdings verzichtet werden, um Magenprobleme zu vermeiden.

Jetzt kann die Reise losgehen: Herrchen und Frauchen haben an alles für ihren Hund gedacht und können ruhigen Gewissens die schönste Zeit des Jahres mit ihm verbringen.

© PfotenNews

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