Erkältungen bei Hunden

Wetterfühligkeit bei Hunden

Hunde bekommen gerade in den Übergangszeiten und im Winter genauso Erkältungen wie wir Menschen. Zu den Symptomen gehören häufiges Wischen an der Nase mit den Pfoten, Reiben der Nase an Gegenständen, rasselnder Atem, Nasenausfluss, Husten, Appetitlosigkeit, gerötete Schleimhäute, häufiges Niesen, erhöhte Temperatur und allgemeine Unlust. Ihr Hund fühlt sich schlapp, müde und schläft viel. Das sind alles normale Anzeichen einer Erkältung und sind in Maßen kein Grund zur Beunruhigung. Die meisten Erkältungen verschwinden ganz von selbst wieder. Sollte dies nicht der Fall sein, kann mit dem richtigen Hundefutter oder einer Nahrungsergänzung gezielt entgegengewirkt werden.

Was tun bei einer Erkältung des Hundes?
Die normale Körpertemperatur beträgt bei Hunden 38 Grad. Ist die Temperatur erhöht, müssen Sie diese unbedingt kontrollieren. Nutzen Sie dafür ein eingefettetes Fieberthermometer und führen es rektal ein. Steigt die Temperatur oder bleibt sie über mehrere Tage erhöht, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Die anderen Symptome können Sie ganz einfach ein wenig lindern und ihrem Hund die Zeit erleichtern. Gönnen Sie ihm auf jeden Fall viel Ruhe und Schlaf. Spaziergänge an der frischen Luft tun gut, aber längere Spaziergänge und Toben müssen vermieden werden. Wird Ihr Hund nass, muss er beim nach Hause kommen getrocknet werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer trocken und warm ist. Zum schnellen und gründlichen trocknen empfehlen wir ein gutes Hundehandtuch. Wärme kann auch zusätzlich durch eine Rotlichtlampe zugeführt werden. Lassen Sie Ihren Hund dabei aber nicht unbeaufsichtigt, halten Sie mindestens einen halben Meter Abstand und beleuchten Sie ihn nicht länger als 10 Minuten. Ansonsten kann auch schon ein Platz an der Heizung helfen. Auf keinen Fall sollte der Platz zugig sein.

Durch die Erkältung schmerzt der Rachen und das Schlucken tut weh. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund genug trinkt. Wenn er nicht fressen möchte, gönnen Sie ihm eine kleine Futterpause oder bereiten Sie ihm eine kleine leckere Mahlzeit selber zu. Trockenfutter können Sie mit Wasser auffüllen und einweichen lassen, so dass das Kauen nicht so anstrengend ist und das Schlucken angenehmer wird. Kamillentee in verdünnter Form kann unterstützend auch als Getränk angeboten werden wenn ihr Vierbeiner diesen mag. Aber niemals heiß hinstellen, sondern immer erst abkühlen lassen! Häufig fühlt sich das Tier auch besser, wenn der Nasenausfluss mit einem feuchten Tuch abgewischt wird, denn die Haut an der Nase ist empfindlich und des häufige Reiben mit den Pfoten führt zu rissiger Haut. Ist die Nase bereits rau, hilft das Eincremen mit einer Fettsalbe. Wird der Nasenausfluss gelb-grünlich und dickflüssig sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Achten Sie außerdem darauf, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Dies erreichen Sie durch mit Wasser gefüllte Schüsseln, die Sie im Raum aufstellen. Wenn die Symptome nach ein paar Tagen nicht abklingen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, da eine Erkältung auch auf lebensbedrohliche Krankheiten wie eine Lungenentzündung hindeuten kann.

Ansteckungsgefahr Hund-Mensch und umgekehrt: Der Ping-Pong-Effekt
An noch so jeder vermeintlich unschuldigen Stelle in Ihrer Wohnung können sich Erreger befinden, daher können die Krankheiten ebenso vom Hund zum Menschen, wie vom Menschen zum Hund übertragen werden. Natürlich können nicht alle Viren auf jede Spezies übergreifen. Ein einfacher Grippeinfekt kann z.B. nicht vom Menschen an den Hund übertragen werden, eine Erkältung jedoch schon. Außerdem geht die Übertragung von Erregern von Hund zu Hund ziemlich schnell, deshalb sollten sie bei Spaziergängen Ihrem Hund das Spielen mit gesunden Hunden verwehren.

Wie kann ich vorbeugen?
Damit Ihr Hund keine Erkältung bekommt, sollte er ein möglichst intaktes Immunsystem haben. Ausreichend Bewegung an der frischen Lust und eine ausgewogene Ernährung bilden die Grundlage eines gesunden Hundes. Bei sehr empfindlichen Hunden sollten Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten lassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.